: SOLO aus Klavierquartett (1993-94) :
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Rauminstallation für gespannte Saite und 5 Resonanzkörper
dauer: variabel

SOLO?Castelnuovo2009

Die Installation beruht auf zwei Verfahren, mit denen sich anhaltende Töne erzielen lassen:

1. Dünne Fäden werden an Resonanzkörpern befestigt (Klavier, Tam-Tam, Kesselgong, Kupferplatte und Wandpaneel) und vom Spieler mittels unterschieldicher Techniken gestrichen.

2. Metallstäbe und Stahl- bzw. Bronzespiralen unterschieldicher Größe werden mit Violinbogen, Bogenhaaren und Fäden in Schwingung versetzt.

Die Ursprünge von Verfahren N° 1 liegen Anfang der 60er Jahre; in CIFRE (1964-69) für Klavier wurde es dann erstmals angewandt. Das zweite Verfahren ist dem STREICHQUARTETT N°1 (1992) entlehnt. Die Partitur des Werkes ist in Tabulaturschrift notiert. Das Klangmaterial besteht grundsätzlich aus mikrotonalen Ereignissen und wird teilweise in kanonischen Proportionen organisiert.

Das Stück verläuft kreisförmig um die verschiedenen Hauptresonanzpunkte des Klaviers herum. Die mikrotonale Klangkonstellation wird im Raum durch die zum Teil schnellen Bewegungen des Spielers verteilt. Die mehrdimensionale Klangverteilung sollte im Indealfall akustisch erfolgen; größere Räume oder ungünstige akustische Raumsituationen benötigen zur Unterstützung eine entsprechende Verstärkung.

SOLOCastelnuovo2009

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