: An American Dream (1974) :
 
für präpariertes Klavier und 1 Gleichstrommotor
dauer var. ca 6' / EA: Hessischer Rundfunk, Frankfurt (Nov. 1976): Klaus Billing 


mario bertoncini - american dream

Unerhörte Musik | DEGEM-Newsletter | 2015 | Nr. 15:
"Mario Bertoncini ist schlechthin der Pionier auf dem Gebiet des unorthodoxen Klavierspiels. Inspiriert von seinen kompositorischen Erfahrungen im elektronischen Studio in Utrecht in den frühen 60er Jahren, stellte er sich die Frage, wie man mit einem Flügel stehende Töne erzeugen kann. Er fand mehrere Antworten: er entwicklet als erster Streichtechniken mit Bogenhaaren oder Angelschnüren im Klavier und arbeitete diese präzise in seinem Stück für mehrere Klaviere Cifre aus, entwickelte aber auch das sogenannte Bertoncini-Rädchen, das in “An American Dream“ zum Einsatz kommt. Ein von einem Elektromotor getriebenes kleines Gummirädchen regt die tiefen, umsponnenen Klaviersaiten an und erzeugt sehr präsente Obertöne. Der Titel des Stücks ist eine ironische Referenz an den amerikanischen Minimalismus dieser Zeit. Das Stück ist dem Pianisten Klaus Billing gewidmet, „to be performed and listened to by the same person, only one, on a quiet Sunday afternoon“."

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